Minderwertige oder fehlende Bilder von Mobilfunkanbietern

Minderwertige oder fehlende Bilder von Mobilfunkanbietern - urbanstudio webdesign berlin

Es ist ein Proxy. Zumindest manchmal. 🙂

Als Webdesigner steht man oft vor seltsamen Problemen, denen man kaum auf die Schliche kommt. Einen solchen Fall hatten wir kürzlich auf einer Kunden-Webseite, auf der nur bei mobilem Surfen Bilder fehlten. Zudem fiel auf, dass einige Bilder nicht in der von uns auf dem Server vorgehaltenen Qualität ausgeliefert worden.

Durch ein Safari-Entwickler Tool konnten wir den Quelltext der geöffneten Seite auf dem iPhone einsehen und stellten fest, dass einige Bilder-URLs einen Präfix aufwiesen:

Hier war offensichtlich ByteMobile (BMI) am Werk: Eine Firma, die im Auftrag von großen Internet Service Providern, wie Vodafone oder T-Mobile, Bilder vor der Auslieferung komprimiert. Und das oft durchaus im Interesse der mobilen Benutzer, schließlich wird letztlich Datenvolumen eingespart.

Mit dieser Komprimierung können Dateien mobil mit möglichst geringen Datenmengen zum aufrufenden Client übermittelt werden. Und da hierzulande immer noch Verträge mit geringem monatlichen Datenvolumen üblich sind, gibt es hier durchaus eine finanzielle Berechtigung für die Kunden.

Allerdings ermöglichen die Betreiber von Webseiten oft eine Auslieferung qualitativ hochwertiger Bilder mit zuweilen kostspieligen schnellen Servern und extrem guten Anbindungen. Sie werden durch die Mobilfunkanbieter in gewisser Weise betrogen. Und Menschen mit dem Wunsch nach besserer Qualität, gerade bei den hochaufgelösten Displays von Smartphones und Tablets, um die Ausnutzung der technischen Möglichkeiten gebracht.

BMI nutzt neben der IP 1.1.1.4 auch noch weitere URLs

Die Betreiber und Entwickler der Webseiten haben – so wie wir bislang – oft keine Ahnung von diesem Problem und sind in keinem Fall daran Schuld. Allerdings gibt es eine recht einfache Lösung durch senden eines Headers.

Hiermit ist der Spuk vorbei und die Bilder werden direkt vom eigenen Server, also ohne Proxy geladen.
Für Betreiber von WordPress-Seiten gibt es inzwischen ein Plugin, welches das Problem behebt.

Vielleicht noch so viel in der Sache: Einige ISPs lassen ihren Kunden die Möglichkeit diese BMI-Komprimierung auszuschalten. So zum Beispiel T-Mobile und Vodafone, welche sog. Speedmanager zur Verfügung stellen.

2 Kommentare

  1. Das mit dem Header wusste ich noch nicht….

    Wie genau muss der Code lauten, damit ich bei meiner html Seite diesen Spuk auch nicht mehr habe und meine Kunden die Bilder in Originalqualität sehen?

  2. Wenn auf dem Server mod_header im Apache Webserver aktiviert ist, am besten über eine .htaccess-Datei. – In diese müsste dann folgendes gesetzt werden:

    Header set Cache-Control "no-transform"

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